Das Quartier Kirchdorf-Süd liegt in dem süd-östlichen Stadtteil Wilhelmsburg und wurde Mitte der 1970er Jahre als Großsiedlung für 6.000 Menschen erbaut, um dem vorherrschenden Wohnraummangel entgegenzusetzen. Prägend für das Quartiersbild sind die Hochhäuser, die sich von dem Bebauungsstil des anliegenden Wohnumfeldes absetzen.

Insgesamt verfügt das Quartier über 2.300 Wohnungen, bei der die Bewohnerzahl etwa 6.238 Personen umfasst und damit 12% der Bevölkerung von Wilhelmsburg ausmacht. Ebenso kennzeichnend ist der hohe Anteil an jungen Menschen, der deutlich über dem hamburger Durchschnitt liegt. Auch die hohe Bevölkerungsdichte des Quartiers stellt ein signifikantes Merkmal dar. Dabei wird das Quartier zu eines der am dichtesten bewohnten Gebiete Wilhelmsburgs gezählt.

Eine Vielzahl sozialer Einrichtungen in Kirchdorf-Süd sind vorhanden und bieten Beratung, Unterstützung und Vernetzungsmöglichkeiten an, um Begegnungsorte für die Bewohner zu schaffen. So etwa auch das 1994 errichtete Freizeithaus Kirchdorf-Süd, das ein Ort des Kennenlernens und der Freizeitgestaltung der Bewohner ermöglichen soll. Auch das interkulturelle Stadtteilzentrum verikom Kirchdorf-Süd ist im Quartier ansässig und bietet ebenfalls Beratung und Qualifizierungsangebote an.

Insgesamt verfügt das Quartier über drei Schulen. Dazu zählen eine Ganztagsförderschule, eine Ganztagsschule und die Schule Stübenhofer Weg. Weitere Bildungsangebote werden ebenfalls in Kooperation mit Jugendhilfeträgern, der Stadt und mit Hilfe anderweitiger Initiativen ausgerichtet.

Mit der Buslinie 13 ist die S-Bahn-Station Wilhelmsburg schnell zu erreichen und so liegt auch der Hamburger Hauptbahnhof nicht weit entfernt. Öffentliche Verkehrsmittel bieten damit eine zuverlässige Anbindung. Generell gilt das Image von Wilhelmsburg, dem das Quartier Kirchdorf-Süd angehört, als ein äußerst heterogener Stadtteil und wird im Zuge dessen auch gerne als „Insel der Vielfalt“ bezeichnet.